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Deutsch2014

945 Francisco Vázquez de Corona- do in den Südwesten Amerikas erinnert, war auch der Start für die AZBDR-Expedition. Staubige kurvenreiche Straßen führten zum Eingang des Co- ronado National Forest an der Südostflanke der Huachuca- Berge. Von hier konnte man weit nach Mexiko hinein sehen - und auch die Grenzposten an der mexikanischen Grenze. Wir fuhren an Stacheldraht entlang, der die Grenze zwischen Arizo- na und Mexiko markiert, eine beliebte Drogenschmuggel- route im Südwesten. Trotz der Warnungen, die man ständig in den Nachrichten hört („Ge- hen Sie nicht in die Nähe der Grenze“), fühlten wir uns nie in Gefahr und trafen auf eine Reihe freundlicher Grenzpos- ten, die uns zuwinkten, als wir an ihnen vorbeifuhren. Raues Gelände Der nächste Tag war sinnbild- lich für all die Warnungen vor dem schwierigen Gelände, die ich über die AZBDR-Route gehört hatte. Wir verließen den Zeltplatz und trafen sofort auf tiefen weichen Sand, auf dem schwer zu fahren war, insbesondere, wenn er von den vorausfahrenden Fahrern bereits mit ihren Reifenspuren gelockert worden war. Ich konnte nicht beschleunigen, mein Vorderrad blieb in den Spuren hängen und das Motorrad fuhr dorthin, wohin es wollte. Bis diese sandige Strecke endlich vorbei war, war ich mindestens viermal gestürzt, überhitzt und völlig fertig. Nach dem Sand kamen steile Hügel übersät mit losem Gestein, wo Sterling oben auf einem Hügel seine Kamera in Position brachte. Wir sollten hintereinander den Hügel hochfahren, während er uns filmte. Ich sah zu, wie andere Fahrer ihre großen Mo- torräder mit Geschick kraftvoll den Hügel hochfuhren. Als ich wartete, bis ich dran kam, rollten Angsttränen die Wangen herunter, verdeckt von Helm und Visier. Ich sprach ein Gebet, beschloss, diese Herausforderung anzunehmen, und begann mit dem Anstieg. Als ich schließlich oben angekommen war, wurden aus meinen Angsttränen Freuden- tränen und ein Triumphgefühl erfasste mich. Nur wenige Minuten, nach- dem wir wieder auf festem Grund waren, stürzte Austin unglücklich und verletzte sich schwer am Knie. So schnell war Austins Reise vorbei, und wir mussten uns verabschieden.

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