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Deutsch2014

521 Die F 910 und F 905 liegen gerade hinter uns. Wir sind den Pisten vom Snæfell im Südosten der Insel bis zum Mývatn im Norden gefolgt. Im Zentrum dieser Region liegt Rey- kjalið. Ein 250-Seelen-Nest, durch das in den Sommermonaten mehr als 200.000 Touristen geschleust werden. Der Mývatn ist heiß und das macht ihn so anziehend für Fremde. An allen Ecken brodelt, kocht und zischt es. Das Gebiet rund um Islands größten See zählt zu den geothermal aktivsten welt- weit. Das Areal strotzt nur so vor Energie. So etwas weckt Begehr- lichkeiten. Rund um Reykjalið wird der Planet angezapft. Wie Injektionen drin- gen die Bohrungen ins Erdreich, bis zu 2000 Meter tief. Viele Men- schen, die rund um den Mývatn leben, halten es für keine gute Idee, in einer so thermal aktiven Zone Kraftwerke zu errichten und mit Bohrern im Boden herumzu- stochern. Sie hatten schon einmal recht. Mitte der 1975er Jahre zu Beginn der ersten Bohrungen regte sich die Krafla. Jahre lang war sie aktiv, brach regelmäßig aus. Erst Mitte 1980 fand sie wieder Ruhe. Doch die Krafla wird wei- terhin observiert, denn der Vulkan gehört zu den ausbruchverdächti- gen Kandidaten.

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